Das Institut für Plastination

1993 gründete Gunther von Hagens zur Fortentwicklung seiner Arbeit erstmals ein privates Unternehmen, das Institut für Plastination (IfP), weil die an der Universität Heidelberg zur Verfügung stehenden räumlichen und technischen Möglichkeiten für die Plastination an ihre Grenzen gestoßen waren. Ziel des IfP war es stets, die Plastinationstechniken weiterzuentwickeln sowie die anatomische Lehre durch Herstellung qualitativ und didaktisch hochwertiger Präparate für den Unterricht an Universitäten und sonstigen anerkannten Lehreinrichtungen zu verbessern. Vor allem die Herstellung transparenter Ganzkörperscheiben und die Plastination ganzer Körper wurden am IfP in Heidelberg perfektioniert. Deren Komplexität und Aufwand übersteigt die Möglichkeiten der meisten daran interessierten Institute.

Wesentliche Grundlage für diese Arbeit war das Körperspendeprogramm des IfP, das Gunther von Hagens bereits in den 1980er Jahren an der Universität Heidelberg initiiert hatte und mit Etablierung des eigenen Institutes unter Zustimmung der damals registrierten Körperspender in das IfP überführt hat. Das IfP ist bis zum heutigen Tag Träger dieses einzigartigen Körperspendeprogramms.

Später organisierte das IfP auch die Ausstellung KÖRPERWELTEN. Die Konzeption und weltweite Koordination dieser Ausstellungen ist zwischenzeitlich unter der Leitung von Dr. Angelina Whalley zu einer der Hauptaufgaben des IfP geworden. Angelina Whalley ist die geschäftsführende Direktorin seit 1997, während Gunther von Hagens nach wie vor die wissenschaftliche Leitung des Instituts inne hat.